• Die Csárdásfürstin

    Operette in 3 Akten von Leo Stein und Bela Jenbach
    Musik: Emmerich Kálmán

    Dauer: 2 Stunden. eine Pause. Beginn: 19:30 Uhr

Hinter den Kulissen

Vor der barocken Kulisse des im 17. Jahrhundert erbauten Schlosses Kittsee feiert „Die Csárdásfürstin" ihre temperamentvolle Premiere. Unter der Intendanz von Prof. Rudolf Buchmann und seinem Sohn Christian folgen Simona Eisinger und Roman Pichler den Spuren von Marika Rökk und Johannes Heesters, die die Liebeswirren der Chansonette „Sylva Varescu“ und ihres Rittmeisters „Edwin von Weylersheim“ auch im Kino unsterblich gemacht haben.

In kaum einer anderen Operette finden sich so viele Erfolgsschlager wie „Tausend kleine Engel singen" oder das champagnertrunkene „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht".

Dirigiert wird das Festival-Orchester Kittsee (in Zusammenarbeit mit operavia) von Joji Hattori aus Japan. Hattori ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London und leitete als Gastdirigent zahlreiche bedeutende Orchester, darunter das Philharmonia Orchestra London, die Wiener Symphoniker, die Slowakische Philharmonie oder das Yomiuri Symphonieorchester Japan.

Der in Bonn geborene Tenor und Regisseur Dominik am Zehnhoff-Söns komplettiert den internationalen Anspruch des Sommerfestivals, das am 15. Juli 2017 endet.

Über die Operette

In Zusammenarbeit mit Oh!pera-Operntheater.
Es spielt das Festivalorchester Kittsee unter der Leitung von
Joji Hattori.

Uraufführung: 17. November 1915 im Johann-Strauss Theater in Wien (Österreich)

Der ersten Akt der Operette, die ursprünglich den Titel "Es lebe die Liebe" erhalten sollte, wurde bereits 1914 den beiden Librettisten Leo Stein und Béla Jenbach gemeinsam mit dem Komponisten Emmerich Kálmán erarbeitet.

Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Juli 1914 war die Arbeit an dem Werk ein Jahr lang unterbrochen. Erst im Sommer 1915 setzten der Komponist und seine Textdichter ihre Arbeit wieder fort. Kurz vor der Uraufführung wurde der Titel in "Die Csárdásfürstin" abgeändert, da eine Operette mit dem Titel "Rund um die Liebe" von Oscar Straus gerade erst Aufsehen erregt hatte.

Die Premiere von "Die Csárdásfürstin" am 17. November 1915 im Johann-Strauss Theater in Wien war ein grosser Erfolg. Bis Mai 1917 folgten 533 weitere Aufführungen. Die Operette wurde später mehrmals verfilmt, unter anderem mit Liane Haid (1927), mit Marta Eggerth (1934) und mit Marika Rökk und Johannes Heesters (1951).

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Rollen

Sylva Varescu, Sängerin
Edwin, ein Fürstensohn, ihr Verehrer
Graf Boni, Edwins Freund
Comtesse Stasi, Edwins Cousine
Feri-Bacsi, ein Adeliger, Edwins Freund
Eugen Rohnsdorff, ein Verwandter Edwins
Fürst Leopold von und zu Lippert-Weylersheim, Edwins Vater
Anhilte, seine Gemahlin
Damen vom Variete, Kavaliere und ein Notar

Handlung

Die erfolgreiche Chansonsängerin Sylva Varescu bereitet sich auf ihre Amerikatournee vor. Ihr Verehrer Edwin Lippert-Weylersheim will sie aber heiraten. Seine Eltern sind dagegen und erwirken daher seine Einberufung zum Militär. Eugen Rohnsdorff überbringt den Einberufungsbefehl an Edwin. Außerdem haben die Eltern bereits eine Verlobung mit der Cousine Comtesse Stasi arrangiert. Als Graf Boni, Edwins Freund, dies Sylva mitteilt, reist sie beleidigt mit ihm nach Amerika ab.

Wenige Wochen später wird in Wien die Verlobung von Edwin mit seiner Cousine Stasi bekanntgegeben. Da erscheint plötzlich Sylva und gibt sich als Frau von Graf Boni aus. Edwin, der Sylva immer noch liebt, bittet seinen Freund Boni um die Scheidung. Er weiß nämlich, dass dieser eigentlich Stasi liebt. Sylva willigt in die angebliche Scheidung ein. Man macht ihr aber klar, dass sie nicht gesellschaftsfähig sei, es sei denn sie nähme einen Adelstitel an. Da enthüllt sie ihre wahre Identität als Csárdásfürstin und der Skandal ist perfekt.

Nach einigen Missverständnissen und Turbulenzen erkennt Edwins Freund Feri-Bacsi in dessen Mutter seine ehemalige Liebe, die Primadonna Hilda. Damit hat Fürst Leopold von und zu Lippert-Weylersheim keine Argumente mehr gegen die Hochzeit von Edwin und Sylva. Auch Boni und Stasi heiraten.

Weniger…

Joji Hattori - Dirigent & künstlerischer Leiter

Wie bereits in den Jahren 2009-2011 ist Joji Hattori künstlerischer Leiter des Sommerfestivals Kittsee und zeichnet für die musikalische Umsetzung der Operette verantwortlich.

Im Sommer 2014 wurde Hattori zum Ersten Gastdirigenten und Ko-Intendanten des Balearischen Symphonieorchesters (Palma de Mallorca) berufen. Parallel dazu setzt er die Tätigkeit als Ständiger Gastdirigent des Wiener KammerOrchesters fort, eine Position, die er seit 2004 innehat.

Zusätzlich zu seiner Konzerttätigkeit ist Joji Hattori Präsident und Jury-Mitglied des Internationalen Yehudi Menuhin Violin-Wettbewerbs und seit 2003 Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London. Darüber hinaus studierte er Sozialanthropologie an der Universität Oxford (St. Antony College) und widmet sich der Forschung im Bereich der nationalen Identitäten. Seit 2015 ist er auch der Inhaber von Shiki, einem exklusiven japanischen Restaurant in Wien. 

Mehr über Joji Hattori...

Dominik Am Zehnhoff-Söns - Regie

Der in Bonn geborene Tenor und Regisseur Dominik Am Zehnhoff-Söns entdeckte seine Leidenschaft zur klassischen Musik schon in jungen Jahren. Er sang in zahlreichen Opernproduktionen der Bonner und Kölner Oper und war überdies in verschieden Schauspielproduktionen im Rahmen des Internationalen Beethovenfest Bonn zu sehen. Dominik Am Zehnhoff-Söns studiert seit 2009 an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien Sologesang bei Christine Schwarz, Yuly Khomenko und Manfred Equiluz. Bei Opern – und Konzerttourneen gastierte er in Japan, China, Deutschland und Italien. 2012 erhielt er vom Richard Wagner Verband Bonn ein Stipendium der Bayreuther Festspiele Er war Organisator, Sänger und Regisseur des 1. Bonner Hafenkonzertes welches mit dem "KlassikRein" Preis 2012 doppelt ausgezeichnet wurde. 2015 war er Preisträger der Kammeroper Schloss Rheinsberg.

Im September 2015 feierte die Mozart Oper "Die Zauberflöte" unter seiner Regie in Kärnten Premiere und ebenso dort inszenierte er im Sommer 2016 die operavia Produktion "Carmen" von Georges Bizet.

2017 wird Dominik Am Zehnhoff-Söns die Operette “Die Csárdásfürstin” von Emmerich Kálmán beim Openair Festival im Schlosspark von Kittsee und im Anschluss Giuseppe Verdis “Il Trovatore” in Kärnten inszenieren.

Das Ensemble

Simona Eisinger

Sylva Varescu

Roman Pichler

Edwin

Georg Klimbacher

Graf Boni

Anete Liepina

Stasi

Max Sahliger

Feri-Bacsi

Michael Zallinger

Eugen Rohnsdorff

Gottfried Baldaszti

Fürst Weylersheim

Celia Sotomayor

Fürstin Weylersheim

Generalpartner

Sponsoren

                                   


Wir danken der Dr. Otto Michael Hatzl Privatstiftung